CR.O.M.A. (CrossOver Medial Apparatus)
Der CR.O.M.A. ist eine interaktive audiovisuelle Maschine, die sich mit den Grenzen und Verflechtungen von analogen und digitalen Medien auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass diese beiden Begriffe oft als Gegensätze gedacht werden; als „alte“ und „neue“ Medien. Im postdigitalen Zeitalter wird diese Trennung jedoch zunehmend porös. Digitalität hat ihren neuen Charakter verloren. Stattdessen treten Hybridität, Vernetzung und Übersetzung in den Vordergrund.
Die Maschine vereint mechanische, elektronische und virtuelle Elemente und verbindet sie. Ein analoger Super-8-Filmprojektor, ein mechanischer Datenplotter, generierte Sounds, eine interne Feedbackschleife und ein CRT-Monitor. Alle Module tauschen Datenströme aus, übersetzen sie in Bild, Ton oder Bewegung und geben sie in veränderter Form zurück.
8mm Projektion – Zwei händisch auf dem Filmstreifen verzeichnete Sequencer (links binär, rechts analog) geben Grunddaten des gesamten Apparats an.
Datenplotter – Wandelt die immateriellen digitalen Daten in ein physisch greifbares Medium um und gibt dem Apparat eine zeitliche Beständigkeit.
Das Publikum kann durch Schalter, Regler und Hebel aktiv einzugreifen. Dabei entsteht weniger ein klar steuerbares Instrument als vielmehr ein System, das sich eigensinnig entfaltet und nur teilweise kontrollierbar bleibt.
Das CR.O.M.A. ist im Rahmen meiner Abschlussarbeit im Studiengang Kommunikationsdesign an der HTW Berlin entstanden. Es wurde neben der Bachelorausstellung „GALLOPP“ am Campus der HTW auch bei der Gamesground 2025 gezeigt.